Wie du in unsicheren Zeiten bei dir bleibst

Die meisten Menschen sind Gewohnheitstiere. Ich auch. Das soll jetzt nicht irgendwie wertend klingen, aber unser Alltag hat Tendenz, sich zu wiederholen. Solange die Dinge wie geplant laufen, haben wir ein Gefühl von Kontrolle. Ist dies nicht der Fall, wie in der aktuellen Zeit, dann kann sich ein Gefühl von Unsicherheit in unser Leben schleichen. Warum? Wenn es um Stressfaktoren geht, nennen zwei Drittel der Schweizer unsichere Zukunftaussichten in den ersten Drei. Ist es nicht wahr, dass die Anforderungen an jeden einzelnen von uns stetig steigen? Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen tendenziell sehr unterschiedlich auf Ungewissheit reagieren. Muss man diese Situation aber über eine gewisse Zeitspanne aushalten, entwickelten alle Untersuchten negative oder niedergeschlagene Gefühle und bis hin zu Angstzuständen. Niemand kann das Unerwartete vermeiden. Aber diese einfachen Schritte können dir vielleicht helfen, die Unwägbarkeiten des Lebens besser zu bewältigen: Sei verständnisvoll mit dir selbst. Es ist wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst. In jeder Situation ist es für dich möglich, zu erkennen was du ändern kannst, und was ausserhalb deiner Möglichkeiten liegt. Kannst du den Unterschied erkennen, nimmst du der Situation ihre Dringlichkeit. Tu deinen Teil, frage um Hilfe für den anderen. Du darfst dich so fühlen, wie du es tust und bist deshalb nicht weniger wert. Reflektiere, was du schon erreicht hast. Wahrscheinlich hast du in der Vergangenheit stressige Ereignisse gemeistert - und du hast sie allesamt überlebt! Gib dir selbst Anerkennung dafür. Denke darüber nach, was dir in solchen Krisen geholfen hat, und was du dieses Mal vielleicht auch tun könntest. Entwickle neue Fähigkeiten. Wenn das Leben holprig wird, schnall dich an. Es ist Zeit, deine Komfortzone zu verlassen und neue Erfahrungen zu machen. Ja, du hast richtig gehört. Fordere dich heraus. Sich etwas wagen stärkt das Selbstvertrauen und die Fähigkeit, sich anzupassen, wenn das Leben vom erwarteten Kurs abweicht. Also, was darfs sein? Bungee Jumping? Eine Bergwanderung? Ein Italienischkurs? Schränke deinen Nachrichtenkonsum ein. Wenn uns etwas zu sehr beschäftigt, kann es schwierig sein, abzuschalten. Aber wenn du weiterhin darüber liest, wird das deine Unsicherheit nur nähren. Anstelle der Zeitung kannst du dich in ein gutes Buch vertiefen, oder einen Blog lesen, der dich positiv stimmt. Achte auch auf die Feeds in den sozialen Medien. Was inspiriert dich? Was betrübt dich? Gibt es in deiner Umgebung Menschen, die sich immer beklagen? Vielleicht wäre es da an der Zeit, dort eine kleine Pause einzulegen. Folge deiner Intuition. Wenn eine FreundIn mit deinen Sorgen zu dir käme, was würdest du ihr sagen? Sich deine Situation von außen vorzustellen, kann oft eine neue Perspektive und frische Ideen liefern. Dann frage dich, was würde dein Kopf tun? Und dann folge deinem Herzen. Umgib dich mit positiven Dingen und Menschen. Dieser Punkt gilt nicht nur in unsicheren Zeiten. Was weckt in dir ein Gefühl der Freude? Schöne Blumen? Gute Musik? Was hebt deine Stimmung? Ein Spaziergang in der freien Natur? Baue diese kleinen Momente in deinen Alltag ein.
Copyright 2021 © Jean-Pascal Ansermoz